Taufe

Ein Kind ist geboren? Wie wunderbar! Gottes Segen wünschen wir dem Kind und natürlich auch den Eltern.

Oder sind Sie erwachsen, aber als Kind nicht getauft worden, und möchten das jetzt nachholen?

Hoffentlich finden Sie hier erste Antworten. Wenn nicht: Rufen Sie bitte unsere Pfarrer an:  Bezirk Merzig Pfarrer Künhaupt, Bezirk Beckingen Pfarrer Winkler

Vielleicht suchen Sie auch Infos zu unserem berühmten Tauffest unter freiem Himmel?


Häufig gestellte Fragen zur ersten Information 


Was ist „Taufe“?

„Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Matthäus 28, 19 – 20.

Mit diesen Worten hat sich Jesus von seinen Jünger:innen verabschiedet. Darum taufen wir Menschen. In der Taufe wird das „Ja“ Gottes zum Menschen deutlich: „Du gehörst zu mir, du bist mein Kind, ich bin für dich da.“ Die Taufe ist aber auch das „Ja“ des Menschen zu Gott. Wer sich taufen lässt, sagt: „Ja, ich will zu diesem Jesus, zu diesem Gott und zu dieser Kirche gehören.“ Mit der Taufe wird ein Mensch in die Kirche Jesu aufgenommen. Sie geschieht deshalb im Regelfall im Gottesdienst der Gemeinde. Während der Corona-Pandemie ist allerdings das Sitzplatzangebot in unseren Kirchen so eingeschränkt, dass Taufgesellschaften von 15, 20 Personen die Kirche schon alleine füllen. Wir bieten darum zahlreiche besondere Taufgottesdienste an, deren Termin Sie mit Ihrem Pfarrer gemeinsam suchen können.


Wann taufen?

In den Anfangszeiten der christlichen Kirche war nur die Erwachsenentaufe üblich. Aber schon in den ersten Jahrhunderten kam der Wunsch auf, auch die eigenen Kinder taufen zu lassen. Die Freude und die Dankbarkeit über die Geburt eines Kindes wurden so mit der Bitte um Gottes Begleitung und seine Hilfe verbunden. Die besondere Wertschätzung der Kinder durch Jesus hat die Kirche dazu ermutigt. Seit vielen Jahrhunderten ist in unserer Kirche nun schon die Kindertaufe üblich. Sie ist aber weder vorgeschrieben noch an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden. Heute werden Kinder in ganz unterschiedlichem Alter zur Taufe gebracht. Manche werden als Babys getauft, manche kurz bevor sie in die Schule kommen, einige auch erst bei der Konfirmation. Und natürlich gibt es auch die Taufe von Erwachsenen.

Zu bedenken geben wir allerdings die oft gemachte Beobachtung, dass Kinder zwischen 2 und 5 noch nicht verstehen, was vorgeht, aber doch schon so selbstbewusst sind, einen Vorgang wie die Taufe durch einen fremden Mann nicht mit sich machen zu lassen. Bedenken Sie das bitte im Hinblick auf den Charakter Ihres eigenen Kindes mit Ihrem Pfarrer (:-).


Warum müssen Paten Mitglied einer Kirche sein?

Aus der Sicht der Familie ist klar: Pat:innen sollen den Kindern Freund:innen sein, mit ihnen was Tolles unternehmen, Geschenke machen und babysitten. Für die Gemeinde kommt aber noch etwas Entscheidendes hinzu: Pat:innen sollen ein Vorbild im Glauben sein. Kein Mensch kann für sich allein Christ sein. Stellvertretend für die ganze Gemeinde sollen die Pat:innen deshalb dem Kind zur Seite stehen. Darum müssen Pat:innen auch Mitglied der Kirche sein. Die Konfession spielt keine Rolle, aber ausgetretene oder ungetaufte Menschen können nicht Paten werden. Erwachsenentaufen oder Wiederaufnahme sind aber Möglichkeiten. Wir können gern darüber sprechen. Wenn die Pat:innen nicht evangelisch sind oder von Auswärts kommen, ist die Vorlage einer „Taufpatenbescheinigung“ erforderlich. Sie wird ausgestellt von dem für die Pat:innen zuständigen Pfarramt. Die Zahl der Pat:innen ist nicht vorgeschrieben. Sollte sich niemand finden, ist eine Taufe auch ohne Pat:innen möglich.


Wann finden Taufen statt?

Eigentlich finden Taufen grundsätzlich im Gemeindegottesdienst statt, allerdings ist das während der Corona-Pandemie nicht möglich.Bitte vereinbaren Sie einen individuellen Tauftermin mit Ihrem Pfarrer.


Wie läuft die Taufe ab?

Der Gottesdienst folgt einem bestimmten Ablauf. Dieser kann aber auch gern ergänzt werden. Wir freuen uns, wenn Eltern, Pat:innen und sonstige Verwandte musikalische oder textliche Beiträge bringen. Typisch ist der Wechsel zwischen textlichen und musikalischen Beiträgen. Im eigentlichen Taufakt werden folgende Stichpunkte vorkommen:

  1. Taufansprache zum Taufspruch
  2. Tauffrage und Taufversprechen
  3. Glaubensbekenntnis
  4. biblusche Lesung zur Taufe
  5. Taufe
  6. Segnung des Kindes
  7. Nennen des Taufspruchs
  8. Anzünden der Taufkerze
  9. Segnung der Eltern

einige Erklärungen: 

Taufspruch

Der Taufspruch ist ein Bibelvers, den Sie bitte selber aussuchen. Dabei hoílft auf interaktive und inhaltlich sehr schöne Weise die Seite „Taufspruch.de“  Sie können natürlich auch einen Bibelspruch frei auswählen,  z.B. den Taufspruch eines der Eltern oder der Paten, vielleicht den Konfirmationsspruch der Oma? Natürlich sind sie herzlich eingeladen, in der Bibel selbst nach Taufsprüchen zu suchen. In vielen Bibelausgaben wird die Suche erleichtert, indem besonders schöne und gut zitierbare Sprüche fett oder kursiv gedruckt sind. 

Taufversprechen

Eltern und Pat:innen werden ausdrücklich gefragt, ob sie die Taufe des Kindes wollen, und es wird ihnen das Versprechen abgenommen, nach bestem Können für die christliche Erziehung des Kindes zu sorgen. Bitte antworten Sie darauf laut und vernehmlich mit „ja“. Die Kirchengemeinde verspricht, den Eltern und Paten bei der christlichen Erziehung zu helfen. Dazu gehören Angebote wie Minikirche, Kirche für Kinder, Abendkurse zum christlichen Glauben und zur Erziehung etc. Im Alter von 12 Jahren werden die Kinder zum Konfiunterricht eingeladen. Dabei werden sie auf die Konfirmation vorbereitet, in der sie das „Ja“ der Eltern und Paten für sich selbst bestätigen sollen. 

Glaubensbekenntnis

Gemeinsam sprechen Eltern und Paten zusammen mit der Gemeinde stellvertretend für das Kind das Glaubensbekenntnis. Es steht im Gesangbuch hinten in roter Schrift. Es ist aber angemessen, wenn Eltern und Pat:innen dieses Glaubensbekenntnis auswendig mitsprechen können.

Die eigentliche Taufe

Danach treten Eltern, Pat:innen und gern auch anwesende Kinder mit dem Täufling an den Taufstein. Halten Sie das Kind so, dass es das Wasser sehen kann, es erschreckt sich dann nicht. Dreimal wird der Kopf des Täuflings reichlich mit Wasser übergossen. An kalten Tagen ist es deshalb gut, wenn Sie ein Mützchen parat haben. 

Taufkerze

Eine Taufkerze ist nicht vorgeschrieben, ist aber eine schöne Erinnerung an diesen wichtigen Tag. Sie erhalten Sie im Einzelhandel und bringen Sie am Tauftag mit. Wir stellen sie dann zu Beginn des Gottesdienstes auf den Altar, zünden sie bei der Taufe an und lassen sie bis zum Ende des Gottesdienstes auf dem Altar stehen. Form und Aussehen ist nicht vorgeschrieben. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass lange, dünne Kerzen mit den Jahren krumm werden. Wenn sie dann zur Tauferinnerung hervorgeholt werden, etwa bei der Konfirmation, ist die Kerze oft ruiniert. Dicke sind darum besser (sie bleiben auch von alleine stehen).

Segnung der Eltern

Pat:innen, Verwandte und Kinder setzen sich nun hin. Die Eltern bleiben mit dem Kind vorne stehen und empfangen noch einen besonderen Segen. Bitte stellen sie sich dabei vor den Altar, den Rücken zur Gemeinde und das Gesicht zum Pfarrer. 


Vorbereitung im Schnelldurchgang:

  • Pfarrer anrufen
  • Termin für Taufe und Gespräch vereinbaren
  • Taufpatenbescheinigungen anfordern
  • zum Gespräch mitbringen:  Geburtsbescheinigung, Taufpatenbescheinigungen

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